Freitag, 25. November 2011

Grenzüberschreitung und ungeklärte Vorfälle: Ein Plädoyer für disziplinarische Maßnahmen

Ein paar weitere Verbotszeichen wären notwendig an Hochschulen

Als ich meiner damaligen Zweitgutachterin von meinem Besuch bei der Gleichstellungsbeauftragten der Uni Hamburg erzählt und ihr den Hintergrund des Problems mit meinem ehemaligen Doktorvater erläutert habe, sagte sie mir, ohne die genauen Vorwürfe und Details des Vorfalls zu kennen, dass ich nicht glaubwürdig sei. Der von ihr genannte Grund war der Folgende: In der Regel sei es häufiger, dass Studentinnen Professoren belästigen als umgekehrt. Professoren hätten es schwieriger, weil keine Stelle sie schütze. Für Studentinnen gebe es die Kontaktstelle bei sexueller Diskriminierung und Gewalt, an die ich mich Februar 2010 gewandt habe, aber die Professoren hätten niemanden, an den sie sich in solchen Fälle wenden können. Ohne mich sprechen zu lassen – wie dies fast immer mit meiner Zweit- und späteren Erstgutachterin der Fall war –, erzählte sie von einer Studentin, die einen Professor des Instituts ziemlich heftig belästigt habe. Dieser habe sich aber nicht verführen lassen, weil er homosexuell sei.