Donnerstag, 24. Februar 2011

Die Rostocker Doktoranden und die Promotionskrise


Die Abgabe der Dissertation: Ein Glückspiel für die Studenten?

Letztes Wochenende bin ich auf einen Artikel der Zeit gestoßen. Er handelt von sechs Doktoranden, deren Dissertationen durchgefallen sind, weil ihr Betreuer erkrankte und sie die Arbeiten einreichen mussten, ohne sie vorgängig mit den aktuellen Gutachtern zu besprechen. In der Webseite der Zeitung habe ich einen Kommentar zum Artikel geschrieben (Nr. 51).

Dienstag, 22. Februar 2011

Strafverfahren: Hannover (2007-2008)

Die genannten Jahrzahlen entsprechen dem Zeitraum zwischen der Erhebung der Anklage gegen den Professor und dessen Verurteilung.

Fakten: Dieser Fall ist nicht zu verwechseln mit dem der Uni Hannover im Jahr 2004, über den ich in einem anderen Post berichtet habe. Hier geht es um einen Juraprofessor, der sich wegen Bestechlichkeit vor Gericht verantworten musste. Eine Studentin war mitangeklagt, da sie im Gegenzug zu sexueller Zuwendung eine gute Note und eine Stelle als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl des Professors bekam, was sie gestanden hatte. Einer anderen Studentin hat der Professor bessere Noten gegen Sex gegeben und einer dritten hat er für dieselbe Gegenleistung einen Schein für ein von ihr nicht besuchtes Seminar angeboten.

Donnerstag, 17. Februar 2011

Artikel: „Wenn Professoren herrschen“ (von Alex Reichmuth)

Machtmissbrauch durch Professoren passiert überall. Im Schweizer Wochenmagazin Weltwoche schreibt Alex Reichmuth über mehrere Fälle an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH Zürich). Wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktoranden, die ein paar der von mir aufgezählten Rollen für ihre Professoren gespielt haben, berichten über das Unrecht, das ihnen geschehen ist und die Strafen in Bezug auf ihr berufliches Fortkommen, die sie von ihren Professoren bekommen haben, als sie sich gewehrt haben. Der Artikel porträtiert die Kette des Machtmissbrauchs an Hochschulen: Die Professoren nutzen die Studenten aus und die Leitung der Hochschule schaut weg oder stellt sich hinter die Professoren, während die Studenten ausgegrenzt werden. Eine lustige Illustration von Bianca Litscher stellt die ETH als König dar, unter dessen Umhang sich die Mitarbeiter verstecken.

Hier kann man den vollständigen Artikel lesen.

Sonntag, 13. Februar 2011

Machtmissbrauch an Hochschulen: Rollen, die wir für unsere Professoren spielen

In diesem Blog schildere ich die sexuelle Gewalt durch Universitätprofessoren als ultimativen Ausdruck des Machtmissbrauchs an Hochschulen. Es gibt jedoch verbreitete Praktiken innerhalb der Hochschule, die nicht zwingend etwas mit Sex zu tun haben, aber trotzdem auch Formen der Ausbeutung von Studenten – männlichen und weiblichen – darstellen. Aufgrund unserer Bereitschaft, unseres Strebens nach einer akademischen Laufbahn oder unseres Status als Doktoranden fällt es uns schwer, „Nein“ zu sagen und wir lassen uns von unseren Professoren ausnutzen, indem wir Rollen spielen, die nichts mit unserer Tätigkeit als Studenten zu tun haben. Hier präsentiere ich eine nicht abschließende Liste solcher Rollen:

Mittwoch, 9. Februar 2011

Das Phantom der Uni

Kurz vor der Eröffnung des Disziplinarverfahrens gegen meinen Doktorvater wurde mir empfohlen, nicht zur Uni zu gehen. Während ich auf die Stellungnahme des Professors wartete, verbrachte ich ein paar Wochen im Ausland, aber ich hatte den Kopf die ganze Zeit in Hamburg. Damals ahnte ich nicht, dass ich zu einem Phantom werden würde.

Montag, 7. Februar 2011

Strafverfahren: Paderborn (2007)

Die genannte Jahrzahl entspricht dem Jahr, in dem der Fall öffentlich bekannt wurde.

Fakten: Ein 59-jähriger Germanistikprofessor hat zwei Studentinnen gefilmt, während sie auf seine Aufforderung hin aufreizende Bewegungen und sexuelle Posen vor laufender Kamera vorführten. Die Teilnahme an diesem Video war eine Bedingung, damit sie eine Bescheinigung für eine von ihm geleitete Lehrveranstaltung bekommen. Nach der Videoaufnahme hat eine der Studentinnen Strafanzeige gegen den Professor erstattet. Er begründete, die Videos dienten einem Forschungsprojekt über nonverbale Kommunikation. Diese Begründung half ihm allerdings nicht. Der Professor wurde mit einem Strafbefehl zu einer Geldbusse von 9000 Euro verurteilt.