Montag, 17. Januar 2011

Über meinen Namen

Das von mir ausgewählte Pseudonym ist eine Variante des Namens von Lucretia, einer verheirateten Frau aus der Zeit der römischen Monarchie, die von Sextus Tarquinius, Sohn des damaligen Königs, vergewaltigt wurde. Nachdem sie ihrem Ehemann und ihrem Vater davon erzählt hat, brachte Lucretia sich um.

Ich las über diese Frau zum ersten Mal in einer Kollektion von Biographien berühmter Frauen. Jahre später las ich das Versepos „Die Schändung der Lucretia“ von Shakespeare. Die Geschichte der Lucretia, die von der Antike bis in die Neuzeit immer wieder erzählt und dargestellt wurde, fügt die Macht in Verbindung mit sexueller Gewalt, den Seelenmord, die unheilbaren Wunden des Opfers und dessen Schuldgefühle zusammen, d.h. Elemente, die Opfer sexueller Gewalt gut verstehen können und in der aktuellen Diskussion über sexuelle Delikte öfters erwähnt werden. Dazu gehört auch die Möglichkeit, die Folgen einer Vergewaltigung nicht zu überleben. Die Figur der Lucretia stellt ein klassisches Beispiel für ein Drama dar, das sich immer wieder ereignet.

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