Dienstag, 28. August 2012

Über einen Artikel im NEON Magazin: „Die dunkle Seite der Uni“

Ein Magazinartikel bringt wieder Empörung für diejenigen, die sexuelle Gewalt bzw. Nötigung an Hochschulen erlebt haben oder verstehen, wie die Situation für Opfer ist (Bild aus der Webseite von NEON)
In seiner gedruckten Ausgabe vom August 2012 veröffentlichte das Magazin NEON einen Artikel mit dem Titel „Die dunkle Seite der Uni“, der sexuelle Belästigung an Hochschulen thematisiert. Bevor ich Gelegenheit hatte, den Artikel zu lesen, habe ich zuerst die Kommentare auf der Homepage der Zeitschrift und auf ihrer Facebook-Fanpage gesehen. Die saloppe Art, wie die Diskussionsfrage gestellt wurde („Wurdet ihr schon mal von einem Professor angebaggert?“) und die Antworten, die eher über die umgekehrte Situation sprachen, ließen mich das Schlechteste vom Artikel erwarten. Am nächsten Tag wurde im Blog Mädchenmannschaft ein Post darüber veröffentlicht: „Wie NEON sexualisierte Gewalt an Unis verharmlost“. Um eine Meinung äußern zu können, habe ich die Zeitschrift gesucht und den Artikel gelesen.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Fünfzehn Aktivitäten, die Betroffenen von Sexualdelikten helfen können

Kleine Möglichkeiten, aus dem Loch herauszukommen

Alle, die sexualisierte Gewalt erlebt haben, wissen, wie schwer die Überwindung ist, wie oft die Verzweiflung, Depression und Ungewissheit vorkommen und dass wir in bestimmten Momenten kein Licht am Ende des Tunnels sehen. Nach drei Monaten Pause in diesem Blog, wo ich Distanz zum Erlebten an der Uni Hamburg schaffen konnte und an meiner Heilung gearbeitet habe, möchte ich fünfzehn Aktivitäten empfehlen, die man sofort oder innerhalb kurzer Zeit machen kann, ohne viel Geld auszugeben und einem auf diesem schwierigen Weg begleiten und helfen können, damit man den Heilungsprozess in Bewegung setzen kann.

Montag, 27. Februar 2012

Die heiße Kartoffel

Wie in einem Spiel werden Opfer von einer Stelle zur anderen weitergeleitet, bis das Problem nicht mehr zu meistern ist. Können wir uns vor dem brennenden Risiko eines Verfahrens schützen?

In meinem Heimatland gibt es ein Spiel, das „die heiße Kartoffel“ heißt. Es besteht darin, dass die Spieler sich gegenseitig ein Objekt – das als „Kartoffel“ bezeichnet wird – zuwerfen, während eine andere Person, die den Lauf der Kartoffel nicht sieht, singt, dass die Kartoffel verbrennen wird. Plötzlich kündigt die Person an, dass die Kartoffel verbrannt ist. Derjenige, in dessen Händen die Kartoffel „verbrennt“, verliert das Spiel.

Mittwoch, 1. Februar 2012

Betreuerwechsel? Was man vorher wissen sollte...

Ist die Auswahl gering und sehen alle gleich aus? 

Nicht wenige Leser finden diesen Blog durch den Suchbegriff „Doktorvater wechseln“. Als ehemalige Hamburger Doktorandin, die einen Antrag auf Betreuerwechsel eingereicht hat und in Verletzung der betreffenden Promotionsordnung eine Erstgutachterin – nicht eine Betreuerin – bekommen hat, die ihre Dissertation ablehnte, kann ich etwas dazu schreiben.

Sonntag, 15. Januar 2012

Neues Jahr, neues Glück? Über den Rücktritt vom Promotionsverfahren und die Suche nach neuen Perspektiven

Wann wird nach vielen Tagen mit dunklen Wolken ein Licht am Horizont auftauchen?

Vor einem Jahr habe ich die ersten Posts dieses Blogs veröffentlicht. Damals lief noch das Strafverfahren gegen meinen ehemaligen Doktorvater. Unabhängig vom Resultat dieses Verfahrens habe ich mit einer positiven Bewertung meiner bereits eingereichten Dissertation gerechnet und glaubte an neue Karriereperspektiven in meinem aktuellen Wohnort. Ich kann mich nicht mehr an meine Vorsätze für das Jahr 2011 erinnern, weil die Ablehnung meiner Dissertation alles überdeckt hat. Ich fühle mich blöd, wenn ich an alle Stellen und Möglichkeiten für Habilitationsprojekte denke, die ich in Betracht gezogen habe. Vielleicht hat meine Erstgutachterin mich ausgelacht, als ich sie im Februar 2011 nach dem Datum meiner Disputation gefragt habe.

Freitag, 25. November 2011

Grenzüberschreitung und ungeklärte Vorfälle: Ein Plädoyer für disziplinarische Maßnahmen

Ein paar weitere Verbotszeichen wären notwendig an Hochschulen

Als ich meiner damaligen Zweitgutachterin von meinem Besuch bei der Gleichstellungsbeauftragten der Uni Hamburg erzählt und ihr den Hintergrund des Problems mit meinem ehemaligen Doktorvater erläutert habe, sagte sie mir, ohne die genauen Vorwürfe und Details des Vorfalls zu kennen, dass ich nicht glaubwürdig sei. Der von ihr genannte Grund war der Folgende: In der Regel sei es häufiger, dass Studentinnen Professoren belästigen als umgekehrt. Professoren hätten es schwieriger, weil keine Stelle sie schütze. Für Studentinnen gebe es die Kontaktstelle bei sexueller Diskriminierung und Gewalt, an die ich mich Februar 2010 gewandt habe, aber die Professoren hätten niemanden, an den sie sich in solchen Fälle wenden können. Ohne mich sprechen zu lassen – wie dies fast immer mit meiner Zweit- und späteren Erstgutachterin der Fall war –, erzählte sie von einer Studentin, die einen Professor des Instituts ziemlich heftig belästigt habe. Dieser habe sich aber nicht verführen lassen, weil er homosexuell sei.

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Warum wir nicht ernst genommen werden

Unsere Eichhörnchen-Arbeit wird so einfach überrollt...

Seit letzter Woche bin ich besonders deprimiert. Das Jahr ist bald zu Ende, ich habe es vor allem beim Warten auf Antworten (der Verfahren, der Jobbewerbungen usw.) verbracht, ich finde noch keinen Job und weiß nicht, was ich mit der Dissertation tun sollte, obwohl ihre Ablehnung bereits vom Widerspruchausschuss der Uni Hamburg aufgehoben wurde.